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Zahl der Schiffe sinkt auf Langzeit-Tief

Der Nord-Ostsee-Kanal hat ein schweres Jahr hinter sich. Erstmals seit 1945 befuhren in einem Jahr weniger als 30000 Schiffe die Wasserstraße zwischen Brunsbüttel und Kiel. Gründe sind die schwächelnde Konjunktur im Ostseeraum, das Russland-Embargo und der niedrige Ölpreis, der erst seit Herbst wieder klettert. Für viele Reeder ist der Weg um Skagen trotz des hohen Treibstoffverbrauchs günstiger als der Weg durch den Kanal.

Operation Schleusenkammer

Ein Bypass für eine der wichtigsten Verkehrsadern der Schifffahrt: Das Westende des Nord-Ostsee-Kanals erhält eine fünfte Schleusenkammer – mitten zwischen den bereits vorhandenen Schleusen. Feinarbeit und die richtige Betonmischung sind auf der Baustelle gefragt.

Der Nord-Ostsee-Kanal ist die meistbefahrene künstliche Seeschifffahrtsstraße weltweit. In Brunsbüttel überwinden je zwei Doppelkammer-Schleusen den Höhenunterschied des Wasserstands von Elbe und Ostsee.

Schleuse später fertig

Der Zeitplan für die dritte große Kammer in Brunsbüttel ist offenbar nur schwer zu halten. Zudem droht der Bau teurer zu werden.

Ende 2020 sollen die ersten Schiffe die derzeit im Bau befindliche fünfte Schleusenkammer für den Nord-Ostsee-Kanal passieren. Zumindest, wenn es nach dem ursprünglichen Plan des Bundesverkehrsministers Alexander Dobrindt (CSU) geht.

Das Modernisierungsprogramm nimmt Gestalt an

Immer wieder hat der Nord-Ostsee-Kanal in den vergangenen Jahren durch Schleusenausfälle und Verspätungen von sich reden gemacht. Doch zuletzt gab es vor allem gute Nachrichten für die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt: Ihre dringend notwendige Modernisierung ist auf den Weg gebracht.   

 Fast 100 Mio. Tonnen Ladung werden im Jahr durch den Nord-Ostsee-Kanal befördert – er ist damit ein unverzichtbarer Bestandteil des transeuropäischen Verkehrswegenetzes und ein begehrter „Shortcut“

Lieber über Skagen

Auf dem Nord-Ostsee-Kanal ist es im Sommer sehr ruhig geworden. Die Zahl der Schiffe ist im zweistelligen Prozentbereich zurückgegangen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: der niedrige Ölpreis, die Russlandkrise und Veränderungen bei den Flotten der großen Containerreedereien. So passen zum Beispiel die 216 Meter lange und 32,2 Meter breite Frachter „Milan Express“ und „Valencia Express“ nicht durch den Nord-Ostsee-Kanal.

Sorgen am Nord-Ostsee-Kanal

Der Betrieb auf dem Nord-Ostsee-Kanal ist ins Stocken geraten. Der fast 100 Kilometer lange Kanal ist auf dem besten Weg, seinen Status als meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt zu verlieren.

Link zu dem Beitrag
Quelle: RTLNord, 30.08.2016

Krise am Nord-Ostsee-Kanal: Der Kanal verliert massiv Passagen

Immer weniger Schiffe nutzen die Wasserstraße auf dem Weg in die Ostsee. Die Zahl der Schiffe sank nach Angaben der Schifffahrtsverwaltung erstmals seit langem wieder unter die Marke von 15000 in einem Frühjahrshalbjahr.

Ursachen sind die anhaltende Krise in der Schifffahrt und der niedrige Ölpreis. Eine Besserung ist nach Einschätzung der maritimen Wirtschaft erst ab Herbst in Sicht.

Update des Masterplan-Entwurfs

Initiative Kiel-Canal e.V. legt das Update des Masterplanentwurfs zur Modernisierung des Nord-Ostsee-Kanals vor.

Freie Fahrt in Brunsbüttel: Abbau der Wartezeiten nach Wiederinbetriebnahme beider Schleusen sicher

Beide Kammern der Großen Schleuse stehen wieder zur Verfügung Abbau der in den letzten  Wochen längeren Wartezeiten sicher

Am westlichen Ende des Nord-Ostsee-Kanals stehen seit heute wieder beide Kammern der Großen Schleuse zur Verfügung. Mit der Wiederherstellung der vollen Schleusenkapazität ist ein deutlicher Abbau der zuletzt häufig langen Wartezeiten absehbar.

4 zusätzliche Ingenieure: Haushaltsausschuss stellt weitere wichtige weiche für den Kiel Canal-Ausbau

  • Instandsetzungsdock in Brunsbüttel Meilenstein für zukünftige Betriebssicherheit des Kanals
  • Vier weitere Ingenieursstellen werden geschaffen

Nach der Mittelzuweisung für den Bau und Betrieb eines Instandsetzungsdocks in Brunsbüttel Mitte Oktober hat der Haushaltsausschuss des Bundestages in der vergangenen Woche nun vier zusätzliche Ingenieursstellen zur Planungsbeschleunigung bewilligt.