Ausbau der Oststrecke: Etappenziel erreicht

Trotz erschwerter Bedingungen wegen des Starkregens diesen Sommer erreichten die Arbeiten zum Ausbau der Oststrecke zwischen Groß Nordsee und Königsförde pünktlich zur Weihnachtspause ihr geplantes Etappenziel.

Insgesamt sollen bis 2024 ca. 2,5 Millionen Kubikmeter Baggergut des ersten Bauabschnitts im Trocken- und Nassbaggerverfahren abgetragen und umgelagert werden.

Die Ausbauarbeiten für den zweiten Abschnitt zwischen den Kanalweichen Groß Nordsee und Schwartenbek werden nun ebenfalls für die nächsten Jahre geplant.

THB Sonderbeilage: Schleswig-Holsteinische Häfen

In der Sonderbeilage des Täglichen Hafenberichts zum Thema Schleswig-Holsteinische Häfen vom 24.09.2021 spricht Jens B. Knudsen, Vorsitzender der Initiative Kiel-Canal e.V., über die Bedeutung der Baumaßnahmen am Nord-Ostsee-Kanal.

Er erklärt außerdem, warum auch die Bundesländer davon betroffen sind, wenn der Kanal nicht vollständig leistungsfähig bleibt, und welchen Einfluss dieser auf Wirtschaft und Umwelt hat.

NOK: Flexible Abgaben statt starrer Tarife

Initiative Kiel-Canal für marktkonformes Abgabenmodell ab 2022 – Reeder weichen sonst auf Kap Skagen aus

Die „Initiative Kiel-Canal“ tritt dafür ein, statt eines starren NOK-Tarifwerkes ein flexibles Regime zu schaffen, das sich an den Bunkerpreisen orientiert. Das Ergebnis wäre, dass die Abgabe schnell an Marktschwankungen angepasst werden könne.

„IfW-Studie unterstreicht die enorme Bedeutung des NOK für ganz Deutschland und Europa“ – Initiative Kiel-Canal sieht sich in den Aussagen des IfW bestätigt.

Im Zusammenhang mit der Diskussion um die coronabedingte Aussetzung der Befahrungsabgaben für den Nord-Ostsee-Kanal hat die Initiative Kiel-Canal e.V. beim Institut für Weltwirtschaft (IfW) eine Studie in Auftrag gegeben, die den gesamtvolkswirtschaftlichen Nutzen des Nord-Ostsee-Kanals ebenso untersucht wie seinen Beitrag zur Erreichung der gesetzten Klimaschutzziele.  

„Endlich ist wissenschaftlich bestätigt,

NOK: Volkswirtschaftlicher Nutzen von 570 Millionen Euro pro Jahr

Eine Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) zeigt, dass der Nord-Ostsee-Kanal Deutschland jährlich 570 Millionen Euro einbringt. 

In diesem Ergebnis sind nicht nur direkte Einnahmen, sondern auch indirekte Effekte berücksichtigt.
Der Nutzen für ganz Europa beträgt laut Studie jährlich eine Milliarde Euro.

Der Nord-Ostsee-Kanal sorge beispielsweise dafür,

Baurecht für neue Schleuse in Kiel-Holtenau

Nachdem die Behörden den Ersatzneubau der kleinen Schleuse in Kiel-Holtenau ca. 20 Monate lang geprüft haben, wurde dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt nun das Baurecht erteilt.

Bereits seit 2014 ist die marode Schleuse wegen vieler Schäden nicht mehr in Betrieb. Um sie zu stabilisieren, wurde sie in der Zwischenzeit mit Sand verfüllt.

Die Zukunft des Nord-Ostsee-Kanals

Der Nord-Ostsee-Kanal hat eine hohe wirtschaftliche Bedeutung und sorgt für Zeit- und Treibstoffersparnisse.

Jedoch stehen in der letzten Zeit oft nur negative Aspekte im Vordergrund: Der Ausbau, der nur langsam vorangeht, rückläufige Verkehrszahlen, veraltete Schleusen und Havarien.

Neben den Havarien stellen die seit 2013 vermehrt auftretenden Sperrzeiten von Schleusen das größte Problem dar.

Interview mit Vincent Stamer

Vincent Stamer, Handelsexperte am Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), hat sich zur Zukunft des Nord-Ostsee-Kanals geäußert.

Stamer erklärt, dass der Kanal auch in den kommenden Jahrzehnten gebraucht werden wird, dafür aber dessen Wettbewerbsfähigkeit gesichert und verbessert werden müsse.

Er betont, dass der Kanal auch in den kommenden Jahren ein wichtiges Infrastrukturelement Nordeuropas bleiben werde,

Das neue Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nord-Ostsee-Kanal

Ab jetzt ist das neue Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg für den Kanal zuständig.

Bisher waren die Ämter in Brunsbüttel und Kiel für den Nord-Ostsee-Kanal verantwortlich.

Diese Verwaltungsstruktur gab es bereits bei der Eröffnung am 1. Juli 1895 mit dem Kaiserlichen Kanalamt in Kiel, bis schließlich nach einigen Änderungen die Aufteilung auf zwei Ämter im Jahr 1980 vollzogen wurde.