Ein neuer Riese wird Stammkunde

Nord-Ostsee-Kanal ist für große Containerfrachter wieder attraktiver – „CMA CGM Mermaid“ fährt nah am Limit

Kiel. Der Nord-Ostsee-Kanal hat schwere Zeiten hinter sich. Defekte Schleusen, Personalmangel bei den Lotsen und zu wenig Schlepper sorgten für einen Einbruch bei den Verkehrszahlen. Die Zahl der Schiffe sank zuletzt von über 30 000 auf unter 27 000 im Jahr. Doch nun gibt es wieder Hoffnung.

Die Containerreederei CMA CGM aus Marseille hat extra Schiffe bauen lassen, die für die Abmessungen des Nord-Ostsee-Kanals optimiert sind. Die „CMA CGM Mermaid“ machte in dieser Woche den Test.

„Es hat alles hervorragend geklappt. Das Schiff hat den Kanal ohne Probleme in einer sehr guten Zeit passiert“, berichtet Jens-Broder Knudsen, Vorsitzender der Initiative Kiel Canal. Mit 205 Metern Länge und einer Breite von 30 Metern nähert sich das brandneue Schiff den erlaubten Maximal-Maßen für eine Kanalpassage. Da der aus Asien frisch nach Europa überführte Frachter in Hamburg nicht voll beladen worden war, passte es.

„Der Tiefgang wird auf der Rückreise jedoch zu groß sein“, so Knudsen. „Dann passt es nicht mehr durch den Kanal.“ Aus Finnland soll das Schiff mit Containern voll beladen über Tallinn (Estland) und Danzig (Polen) nach Bremerhaven und Hamburg zurückkehren. Dann wird das Schiff rund zehn Meter Tiefgang haben. Erlaubt sind im Nord-Ostsee-Kanal nur maximal 9,5 Meter.

„Die Reederei hat aber schon zugesagt, den Nord-Ostsee-Kanal auf dem Weg von Hamburg in die Ostsee regelmäßig zu nutzen“, sagt Knudsen, der auch Geschäftsführer der Kieler Agentur Sartori & Berger ist, die die Reederei CMA CGM am Nord-Ostsee-Kanal betreut. Alle zwei Wochen wird das Schiff jetzt dort erwartet. Am 29. April steht die nächste Kanalpassage im Fahrplan.

„Die Entwicklung zeigt, dass die großen Reedereien den Nord-Ostsee-Kanal trotz all der negativen Meldungen aus der Vergangenheit auf dem Schirm haben“, so Knudsen. Zuletzt hatten Ausfälle der Schleusen sowie ein Mangel an verfügbaren Lotsen und Schleppern viele Reedereien von der Nutzung der Wasserstraße abschreckt.

Große Reedereien setzten auf Nord-Ostsee-Kanal

Doch inzwischen ist der Zeitvorteil im Vergleich zum Umweg über Skagerrak und Kattegat von knapp einem Tag und die Einsparung von Treibstoff durch die Nutzung der künstlichen Wasserstraße wieder wichtig. „Da ist der Kanal wieder attraktiv für die großen Reedereien geworden“, so Knutsen.

Der neue Containerriese „CMA CGM Mermaid“ braucht nur einen Schlepper zum Einlaufen in die Kanalschleusen. Die Passage kann der große Frachter ohne Schlepper bewältigen. Zuvor hatte bereits die Reederei Maersk Line aus Dänemark mit der „Laura Maersk“ ein Schiff in Dienst gestellt, das für den Nord-Ostsee-Kanal optimiert wurde.

Mit einer Containerkapazität von über 2000 Standardbehältern (TEU) sind es die Frachter mit der größten Containerkapazität auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Der 205 Meter lange und 29 Meter breite Rumpf der „CMA CGM Mermaid“ wurde so gestaltet, dass ein Maximum an Stahlkisten an Bord passt. Der Aufbau mit der Kommandobrücke befindet sich deshalb ganz vorn. Am Heck sind Hauptmaschine und der große Tank für das verflüssigte Erdgas (LNG) untergebracht. 1053 Kubikmeter LNG kann der Tank fassen.

Gebaut wurden „Laura Maersk“ und „CMA CGM Mermaid“ in Südkorea auf der Werft Hyundai Mipo Dockyard. Die französische Reederei hat zehn dieser Frachter bestellt, zum Preis von 62 Millionen Dollar pro Schiff. Sechs dieser neuen Containerriesen sollen ab 2025 in Nordeuropa pendeln. Haupthäfen werden Hamburg, Bremerhaven und Rotterdam sein. Vier weitere Schiffe sollen im Mittelmeer eingesetzt werden, wie die Reederei mitteilt.

Die Anschaffung dieser Frachter erlaubt auch den Einsatz von grünen Treibstoffen bis Bio-LNG und grünes Methanol. Dies ist wichtig, weil die Reedereien bis 2050 klimaneutral fahren sollen. Maersk und CMA CGM haben jeweils weltweit über 600 Schiffe im Einsatz. Gemessen an den Stellplätzen für Container ist Maersk mit 4,2 Millionen TEU hinter MSC auf dem zweiten Platz der Welthandelsflotte. CMA CGM folgt mit 3,66 Millionen TEU auf dem dritten Rang.

Quellenangabe: Holsteiner Zeitung vom 24.04.2024, Seite 12

 

Jetzt wird unter Wasser gebaggert

Der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals bei Schinkel geht mit großen Schritten voran. Der 60 Meter lange Bagger „Peter the Great“ – ein grüner Schwimmbagger der belgischen Firma Deme – hebt den Boden aus der Tiefe aus.

Im ersten Schritt wird der etwa vier Kilometer lange Abschnitt bis auf eine Wassertiefe von vier Metern freigegraben, im zweiten Schritt dann auf eine Tiefe von elf Metern. Ingesamt 2,5 Millionen Kubikmeter Baggergut müssen ausgehoben werden, von denen 1,1 Millionen Kubikmeter in die Ostsee abtransportiert werden. Es wird mit einer Bauzeit von ca. einem Jahr gerechnet.

Durch die Ausbauarbeiten soll auch die Sohle vom Nord-Ostee-Kanal von 44 Meter auf 70 Meter verbreitert werden. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt betragen ungefähr 120 Millionen Euro, die Arbeiten an den weiteren Abschnitten sollen weitere 380 Millionen Euro kosten und bis zum Ende des Jahrzehnts abgeschlossen sein.

Quelle: Kieler Nachrichten vom 16.04.24, S. 9
Autor: Frank Behling
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Maritime Wirtschaft blickt mit Sorge auf sinkende Passagezahlen am NOK

Im zweiten  Halbjahr 2023 sind die Verkehrszahlen der Schiffe im Nord-Ostsee-Kanal signifikant abgesunken. Die Ursache sehen die Vertreter der maritimen Wirtschaft in den vielen Ausfällen mit daraus resultierenden erheblichen Zeitverlusten

Der NOK ist eine Lebensader für die maritime Wirtschaft in Deutschland und Europa. Als kürzeste Verbindung zwischen der Nord- und Ostsee ermöglicht der Kanal schnelle, kostengünstige und klimaneutralere Transportwege, die für Handel und Industrie unverzichtbar sind. Verzögerungen im Schleusenbetrieb wirken sich daher nicht nur lokal, sondern auch auf internationaler Ebene negativ aus.

Die „Initiative Kiel-Canal“ (IKC) und der „Nautische Verein zu Kiel“ (NVzK) haben bereits mehrfach auf signifikante Defizite im Betrieb und in der Unterhaltung des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) hingewiesen. Jens-Broder Knudsen, Vorsitzender der IKC sagt: „Diese für den deutschen Import und Export essenzielle Seewasserstraße verliert weiter für die Nutzer an Attraktivität.“

Seit dem 1. Juli 2023 sei eine zunehmende Verschlechterung der sicheren und planbaren Passage für die internationale Schifffahrt zu beobachten, was zu einem spürbaren Rückgang bei den Schiffsgrößen und Passagezahlen geführt hat.

Seit dem 01. Juli gilt im NOK eine generelle Geschwindigkeitsreduzierung um 20% auf 12 km/h. Dies wurde erforderlich um weitere Schäden am bereits massiv ausgewaschenen Kanalbett zu vermeiden. Die längere Passagedauer bedingte seitdem einen um den gleichen Betrag gestiegenen Bedarf an Lotsen und Kanalsteurern, der aufgrund der langen Ausbildungszeit nicht ad hoc gedeckt werden. Erstmalig in der Geschichte gab es Wartezeiten vor Brunsbüttel, bis Lotsen die erforderlichen Ruhezeiten erfüllt haben und wieder für einen Einsatz zur Verfügung stehen.

Ingo Berger, Vorsitzender des NVzK, weist darauf hin, dass es zusätzlich regelmäßig zu Verzögerungen beim Schleusungsvorgang kommt, weil die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung ebenfalls vom Personalmangel betroffen ist. „Es kam deshalb bereits zu Vollsperrungen und vermehrt werden Schiffe einzeln geschleust, obwohl die Schleusenkammergröße die Aufnahme mehrerer Schiffe erlauben würde. Dies reduziert die Kapazität und somit auch die Attraktivität des NOK erheblich.“ Beide Verbände erklären dass die Probleme in Betrieb und Unterhaltung stetig zunehmen. Als Beispiele nannten Sie Vorfälle, die es in der Geschichte des NOK bisher nicht gegeben hat.

So musste der Kanal zum Beispiel komplett geschlossen werden, weil der extern vergebene Schneeräumdienst nicht ausgeführt wurde. Diese lassen erheblichen Zweifel an der Geeignetheit des Auswahlverfahrens aufkommen. Nicht einmal die für das Steuern großer Schiffe essentielle Torbefeuerung wird umgehend regelmäßig vom WSV-Personal instandgesetzt.

Nun kommen nach der Ostseesturmflut im Oktober 2023 erhebliche Schäden am Leuchtturm Kiel hinzu und die dort untergebrachte Versetzstation der Lotsen musste aufgegeben werden. Die durch längere und aufwändigere Anfahrtswege bedingten höheren Kosten für die Nutzer des NOK reduzieren dessen Attraktivität weiter.

Angesichts dieser Gesamtentwicklung äußerten beide Verbände in einem Schreiben an die Bundesregierung die Sorge, dass der NOK als ökonomisch und ökologisch wichtige Alternative zur Skagenroute weiter an Attraktivität verlieren wird. Verzögerungen und Ausfälle würden die Zuverlässigkeit und Planbarkeit der Kanalpassage im heute eng getakteten Seehandel massiv beeinträchtigen. Funktionierende und resiliente Lieferketten sind für die deutsche Volkswirtschaft essenziell und dürfen nicht gefährdet werden.

Die IKC und der NVzK haben die Bundesregierung in einemgemeinsamen Schreiben daher dringend aufgefordert:

  1. Dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt NOK umgehend Fachpersonal (Nautiker, Techniker & Ingenieure) zuzuweisen, um Schleusungen und weitere Maßnahmen effizient planen und durchführen zu können.
  2. Die Planungen und laufenden Ausbau- und Sanierungsmaßnahmen am NOK zügig und konsequent fertigzustellen.
  3. Die pauschale Stellenstreichung bei der WSV dauerhaft zu stoppen.
  4. Attraktive Arbeitsbedingungen bei der WSV zu schaffen.
  5. Den Leuchtturm Kiel dringend zu sanieren.

Für Knudsen und Berger steht fest: „In Anbetracht der ökologischen Verkehrswende und der zusätzlichen Kosten für alternative Brennstoffe in der Schifffahrt, sind die energiesparende Funktion des NOK und der Leuchtturm Kieler Förde für die Verkehrssicherheit von großer Bedeutung. Diese müssen ihrer Rolle im Rahmen des transeuropäischen Netzwerkes gerecht werden können!

Die Initiative Kiel-Canal e.V.

Die Ende 2012 gegründete Initiative Kiel-Canal e.V. bündelt engagierte Stimmen für den Nord-Ostsee-Kanal und macht sich gegenüber Wirtschaft, Politik und Behörden für den Funktionserhalt und die Zukunftsfähigkeit des Kanals stark. Zu den Mitgliedern gehören neben zahlreichen Unternehmen auch mehrere Handelskammern, Körperschaften des öffentlichen Rechts, Institutionen, Verbände, Vereine sowie Gebietskörperschaften.

Ansprechpartner für weitere Fragen:

Jens B. Knudsen
Vorsitzender Initiative Kiel-Canal e.V.
Büro: 0431/9810

Ingo Berger
Vorsitzender des „Nautischen Vereins zu Kiel“
Handy: 0176/61482057

 

NOK droht Relevanzverlust

Während die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) in Bonn bei der Verkehrsentwicklung 2023 im Nord-Ostsee-Kanal (NOK) von einem „relativ stabilen  Verkehrsgeschehen“ spricht, fällt das Urteil der Wirtschaftsplattform „Initiative Kiel-Canal“ (IKC) und dem Nautischen Verein zu Kiel (NVzK) über Zustand und Entwicklung der verkehrsreichsten künstlichsten Wasserstraße der Welt sehr kritisch aus.

Beide maritime Organisationen haben in einem gemeinsamen Brief an das Bundesverkehrsministerium, dem die GDWS zugeordnet ist, ihre große Sorge über die mittelund
längerfristige Perspektive des rund 100 Kilometer langen Kanals zum Ausdruck gebracht. So stellt etwa Jens Broder Knudsen, IKC-Vorsitzender, fest: „Diese für den deutschen Import und Export essenzielle Seewasserstraße verliert weiter für die Nutzer an Attraktivität.“

Quelle: THB-Artikel vom 14. Februar 2024
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183 Millionen Euro für den NOK

Insgesamt 183 Millionen Euro wurden in 2023 in den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals investiert, teilte das Wasserstraßen-Neubauamt mit. Dies beinhaltete die 5. Schleusenkammer des Nord-Ostsee-Kanals, den Ersatzneubau der Ersten Levensauer Hochbrücke, die Kleine Schleuse in Kiel sowie weitere Arbeiten entlang des Kanals.

Auch 2024 sollen die Bauarbeiten mit großen Schritten vorangehen. Ein wichtiges Zwischenziel ist der Ausbau der Oststrecke, der bis voraussichtlich Mitte 2024 abgeschlossen werden soll. Auch die vorbereitenden Arbeiten für den Ersatzneubau der Kleinen Schleuse in Kiel gehen weiter und die Vorbereitungen zur Ausschreibung der Planungen für den Bau eines Anlegers am Wiker Kanalufer laufen.

Quelle: Täglicher Hafenbericht, Online-Artikel vom 19. Dezember 2023

Webcam zeigt den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals

Der Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals zwischen Großkönigsförde und Schinkel soll voraussichtlich bis Mitte 2024 abgeschlossen sein, teilt das Wasserstraßen-Neubauamt Nord-Ostsee-Kanal (WNA NOK) mit. Mit dem Fortschritt in 2023 sei das WNA NOK zufrieden.

Mit einer Webcam können Interessierte die Bauarbeiten live beobachten und schon jetzt vorstellen, wie breit der Nord-Ostsee-Kanal zukünftig werden wird.

Die Videoaufnahmen zeigen die sogenannte Zone A des ersten Bauabschnitts: https://baudoku.1000eyes.de/cam/nkomm/B8A44F042360/responsive.html

Autor: Jonas Bargmann
Quelle: Artikel vom sh:z vom 14.12.2023

Der Zentralverband Deutscher Schiffsmakler fordert mehr Personal

Der Zentralverband Deutscher Schiffsmakler fordert die Aufstockung des technischen Personals, um die Zukunfts- und Leistungsfähigkeit des Nord-Ostsee-Kanals sicherzustellen.

Aufgrund von Personalengpässen sei es in der Vergangenheit zu Verzögerungen und Sperrungen des NOK gekommen. Die Bundesregierung solle daher in die Fachkräfteausbildung und bessere Arbeitsbedingungen am Kanal investieren.

Zudem fordert der Verband, dass anstehende Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten am Nord-Ostsee-Kanal priorisiert werden.

Quelle: DVZ Redaktion, Artikel vom 12. November 2023

 

Der Ausbau des Kanals schreitet voran

Bereits diesen Winter soll im ersten Bauabschnitt des Nord-Ostsee Kanals (die ersten vier der insgesamt 15 Kilometer) mit der Nassbaggerung begonnen werden.

Das Wasserstraßen- und Neubauamt Nord-Ostsee-Kanal (WNA) teilte mit, dass 150 000 Tonnen Steine aus Norwegen für das Deckwerk der Wasserwechselzone von Königsförde bis Schinkel geliefert wurden. Wie Projektleiter Georg Lindner mitteilt, werden der Betriebsweg und die neue Böschung oberhalb des Uferbereichs im gesamten ersten Bauabschnitt bereits Anfang 2024 fertig sein.

Ab 2024 würde mit einem Anstieg der Passagezahlen gerechnet, sodass der Ausbau des Kanals zwischen Königsförde und Kiel sehr wichtig sei.

Anhaltende Personalengpässe am Nord-Ostsee Kanal, die bereits zu Ausfällen und Verzögerungen führten, sorgen hingegen für Kritik:

„So eine Personalpolitik des Bundes schwächt das Vertrauen in die deutsche maritime Infrastruktur“, sagt Jens B. Knudsen, Vorsitzender der Initiative Kiel Canal.

Quelle: Holsteiner Zeitung vom 14.11.2023, Seite 10

Der akute Mangel an Fachkräften ist eine Gefahr für den NOK

Anhaltende Personalengpässe bei der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) gefährden laut dem Zentralverband Deutscher Schiffsmakler (ZVDS) die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des Nord-Ostsee Kanals.

Insbesondere technische Fachkräfte seien notwendig, um den reibungslosen Betrieb am Kanal sicherzustellen. „Wir stehen an einem kritischen Punkt, an dem wir handeln müssen, um die Zukunftsfähigkeit des NOK zu sichern und die Position Deutschlands als zentrale Drehscheibe im internationalen Seeverkehr zu erhalten“, so Jens B. Knudsen, Vorsitzender des Zentralverbands Deutscher Schiffsmakler und der Initiative Kiel Canal.

In den vergangenen Monaten habe der Personalmangel zu vielen Verzögerungen und sogar Sperrungen geführt, die auch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt NOK, das sonst hervorragende Arbeit leiste, nicht verhindern konnte.

Quelle: Täglicher Hafenbericht Nr. 219 vom 14.11.2023 (www.thb.info)

Initiative Kiel-Canal fordert umgehende Personalaufstockung der GDWS zur Sicherstellung des reibungslosen Betriebs des Nord-Ostsee-Kanals

Die Initiative Kiel-Canal e.V. schlägt Alarm: Angesichts der anhaltenden personellen Engpässe bei der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) wächst die Sorge um die Zukunftsfähigkeit des Nord-Ostsee-Kanals (NOK).

Der NOK ist eine Lebensader für die maritime Wirtschaft in Deutschland und Europa. Als kürzeste Verbindung zwischen der Nord- und Ostsee ermöglicht der Kanal schnelle, kostengünstige und klimaneutralere Transportwege, die für Handel und Industrie unverzichtbar sind. Verzögerungen im Schleusenbetrieb wirken sich daher nicht nur lokal, sondern auch auf internationaler Ebene negativ aus.

„Wir stehen an einem kritischen Punkt, an dem wir handeln müssen, um die Zukunftsfähigkeit des NOK zu sichern und die Position Deutschlands als zentrale Drehscheibe im internationalen Seeverkehr zu erhalten“, mahnt Jens B. Knudsen, Vorsitzender der Initiative Kiel-Canal e.V.

In den letzten Monaten steigen die Vorfälle, die auf einen akuten Personalmangel zurückzuführen sind, an – insbesondere bei den technischen Fachkräften. Die Folgen sind Verzögerungen und Beeinträchtigungen, die weit über die Region hinaus spürbare wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen. Die aktuellen Engpässe bei den Schleusenmeistern führten jüngst zu einer temporären Schleusensperrung in Kiel-Holtenau. Dies gefährdet die Effizienz und Zuverlässigkeit der weltweit meistbefahrenen künstlichen Wasserstraßen zusätzlich.

„Es ist fünf vor zwölf. Wir können es uns nicht leisten, dass der NOK seine Position als schneller und sicherer Transportweg noch weiter einbüßt“, warnt Knudsen. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt NOK leiste hervorragende Arbeit, stößt aber aufgrund des Personalmangels an seine Grenzen.

Die Initiative fordert deshalb eine sofortige Aufstockung des technischen Personals bei der GDWS. Dies betrifft auch insbesondere die Schleusenmeister, die für den laufenden Betrieb der Schleusenanlagen unverzichtbar sind. Nur mit einer ausreichenden Anzahl an Fachkräften kann eine schnelle und effiziente Abwicklung des Schiffsverkehrs gewährleistet und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Kanals gesichert werden.

Deswegen ist es zu begrüßen, dass die jährliche pauschale Stellenreduzierung der GDWS von 1,5% in 2024 ausgesetzt wird. Bedauerlicherweise wird aber auch die jährliche Anmeldung von Personalkontingenten bei der GDWS nicht ermöglicht. Dies ist vor dem Hintergrund der immer älter werdenden maritimen Infrastruktur und der damit immer größeren Aufgabenzuwächse nicht nachvollziehbar und mit einer Personalkürzung vergleichbar. „So eine Personalpolitik des Bundes schwächt das Vertrauen in die deutsche maritime Infrastruktur und ist unverantwortlich“, mahnt Knudsen.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Beschleunigung und Priorisierung der anstehenden Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten. Verzögerungen bei diesen wichtigen Maßnahmen bergen das Risiko von längeren Ausfallzeiten, die sich negativ auf die Schifffahrtsunternehmen und die mit dem Kanal verbundenen Arbeitsplätze auswirken.

„Wir stehen im Dialog mit vielen Schifffahrtsunternehmen, um eine nachhaltige Lösung zu finden. Unsere Forderung ist klar: Die Bundesregierung muss handeln und die notwendigen Mittel für eine sofortige Personalaufstockung bereitstellen,“ so Knudsen. Investitionen in die Fachkräfteausbildung und die Attraktivitätssteigerung der Arbeitsplätze sind langfristige Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit des Schifffahrtsstandorts Deutschland.

Die Initiative Kiel-Canal e.V. setzt sich nachdrücklich dafür ein, dass der NOK als wichtige europäische Verkehrsader gestärkt wird. Die Sicherstellung einer ausreichenden Personaldecke ist dabei ein entscheidender Schritt, um die Zukunft und Leistungsfähigkeit des Kanals zu gewährleisten.

Die Initiative Kiel-Canal e.V.
Die Ende 2012 gegründete Initiative Kiel-Canal e.V. bündelt engagierte Stimmen für den Nord-Ostsee-Kanal und macht sich gegenüber Wirtschaft, Politik und Behörden für den Funktionserhalt und die Zukunftsfähigkeit des Kanals stark. Zu den Mitgliedern gehören neben zahlreichen Unternehmen auch mehrere Handelskammern, Körperschaften des öffentlichen Rechts, Institutionen, Verbände, Vereine sowie Gebietskörperschaften.

IfW Studie zum volkswirtschaftlichen Nutzen des NOK:
https://initiative-kiel-canal.de/wp-content/uploads/2021/06/IfW_Gutachten_NOK.pdf

Ansprechpartner für weitere Fragen:
Jens B. Knudsen
Vorsitzender Initiative Kiel-Canal e.V.
0431-9810
j.knudsen@sartori-berger.de

Das weltweit erste Methanol-Containerschiff wird den NOK ab jetzt regelmäßig passieren

Zwei Mal pro Woche wird das Containerschiff „Laura Maersk“ bis zum Jahresende den Nord-Ostsee Kanal passieren. Es ist das weltweit erste Containerschiff, das Methanol als Treibstoff nutzt.

Getauft wurde die „Laura Maersk“ am 14. Dezember durch die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, da der Frachter als Antwort auf den Green Deal der EU konzipiert wurde.

Quelle: Kieler Nachrichten vom 08.11.2023
Autor: Frank Behling
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Krisen hinterlassen tiefe Spuren in der Bilanz des Nord-Ostsee-Kanals

Anfang Dezember hatten die Jahreszahlen des Nord-Ostsee-Kanals noch über dem Vorjahresniveau gelegen. Dann platzte in Brunsbüttel eine Pipeline, wodurch Öl ins Wasser sickerte: Der Kanal wurde über den Jahreswechsel zwei Wochen lang voll gesperrt. Dieser Einbruch hinterlässt nun deutliche Spuren in der Bilanz, die die Generaldirektion Wasserstraßen- und Schifffahrt (GDWS) am Freitag berichtet.

Nach den Zahlen der Behörde passierten 2022 nur 26 882 Schiffe den Kanal. Das waren 411 Schiffe weniger als im Vorjahr. Bei der Landung wurden in Summe 82,25 Millionen Tonnen erreicht, das sind etwa 2,9 Millionen Tonnen weniger als 2021.

Die Folgen des Ukraine-Krieges und höherer Treibstoffpreise hatte der Kanal laut Behörde in diesem Jahr noch erfolgreich kompensieren können. Doch die Vollsperrung als Folge des Pipelinelecks habe eine positive Endabrechnung zunichtegemacht.

Als Folge des Leck waren zwischen 16. und 21. Dezember 2022 bis zu 300 Tonnen Rohöl in Brunsbüttel in den Kanal geflossen. Zur Bekämpfung der Verunreinigung ordneten die Behörden eine Vollsperrung des Nord-Ostsee-Kanals für zwei Wochen an. „Es hätte ein tolles Jahr für den Kanal werden können, wenn da nicht die Sperrung gewesen wäre“, sagt Jens-Broder Knudsen, Vorsitzender der Initiative Kiel-Canal.

Quelle: Kieler Nachrichten vom 27.01.2023
Autor: Frank Behling
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Ausbau: 2023 starten am Nord-Ostsee-Kanal die Unterwasser-Bagger

Der Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals geht in die nächste Phase. 2023 soll es nun auch mit den Unterwasserarbeiten losgehen.

Im Bereich des kleinen Wäldchens „Im Linden“ in der „Bauzone D“ muss die Böschung weiter befestigt werden. Dies sei die Voraussetzung dafür, dass die Bagger unter Wasser loslegen dürfen. Geplant ist der Start der Aushebungen für diesen Sommer – ein Jahr später als ursprünglich geplant.

Quelle: Kieler Nachrichten vom 10.01.2023
Autor: Frank Behling
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Ärger über die lange Sperrung des NOK

Zwei Wochen lang war mit dem Nord-Ostsee-Kanal (NOK) die weltweit am stärksten frequentierte künstliche Wasserstraße der Welt gesperrt. Nun soll diesen Dienstag um 12 Uhr die Freigabe erfolgen. Die Ölverschmutzung des Gewässers bei Brunsbüttel (thb.info 22. Dezember 2022) hat sich als größer als angenommen entpuppt. Robby Renner, der Leiter des Havariekommandos, sprach vom „größten Ölunfall der jüngeren Zeit an der deutschen Küste“.

An der langen Sperrung gibt es von der Initiative Kiel-Canal deutliche Kritik. „Man muss nach der Verhältnismäßigkeit fragen. Seit einer Woche heißt es, 99,5 Prozent des Öls seien aufgenommen, aber man lässt den Kanal trotzdem weiter gesperrt“, beklagt Jens B. Knudsen, Vorsitzender der Initiative, gegenüber dem THB. „Wir werden diskutieren müssen, wie wir künftig mit solchen Fällen umgehen. Man braucht doch  pragmatische Entscheidungen. Der Umweg für die Schiffe um Skagen belastet die Umwelt sicher deutlich stärker“, meint Knudsen.

Quelle: Täglicher Hafenbericht Nr. 1 vom 03.01.2023 (www.thb.info)

Nur knapp einer Vollsperrung entgangen

Der Nord-Ostsee-Kanal ist am Mittwoch Morgen nur knapp einer Vollsperrung auf unbestimmte Zeit entgangen, nachdem der finnische Spezialfrachter „Meri“, der mit einem Hafenmobilkran beladen war, mit der Holtenauer Hochbrücke kollidiert ist und diese schwer beschädigt hat.

Am Mittwoch habe es noch so ausgesehen, als hätte der Kanal für mehrere Tage für den internationalen Schiffsverkehr gesperrt werden müssen. Zum Glück konnte dies aber durch die zahlreichen Akteure rund um den NOK abgewendet werden.

Es stellt sich die Frage, wie es überhaupt zu dem Unfall kommen konnte, da der Spezialfrachter regelmäßig den NOK passiert. Jens Broder Knudsen nimmt diese Havarie erneut zur Gelegenheit, zu hinterfragen, ob die personelle, finanzielle und auch materielle Ausstattung für einen ungestörten Betrieb des Kanals ausreichend ist.

Quelle: Täglicher Hafenbericht Nr. 233 vom 02.12.2022 (www.thb.info)

Schlick in der Elbe sorgt für Probleme im Nord-Ostsee-Kanal

Vor den Schleusen Brunsbüttel hat sich eine Sandbank in der Elbe gebildet. Die Folgen: Begrenzung des Tiefgangs für Schiffe im Kanal.

Da einige Schiffe nun auf Hochwasser warten müssen und aus dem Kanal nur zu bestimmten Zeitfenstern ausschleusen können, verliere der Nord-Ostsee-Kanal aktuell viele Schiffe. Jens-Broder Knudsen, Vorsitzender der Initiative Kiel Canal und Jan Klein, Geschäftsführer der Maklerei UCA United Canal Agency fordern schnelle Maßnahmen.

Aktuell soll die Herkunft des Schlicks ermittelt werden. Vermutlich könnten Bauarbeiten an der fünften Schleusenkammer oder die neue Fahrrinne in der Elbe und damit auftretende neue Strömungen verantwortlich sein.

Quelle: Kieler Nachrichten vom 10.10.2022
Autor: Frank Behling
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Schäden am Nord-Ostsee-Kanal

Im Rahmen eines Monitorings wurden Erosionsschäden an den Böschungen des Nord-Ostsee-Kanals festgestellt.

Die Schäden wurden durch beidseitig vorbeifahrende Schiffe und den überwiegend sandigen und damit anfälligen Boden (insbesondere an der Weststrecke) verursacht.

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nord-Ostsee-Kanal will mit einem Überholverbot und Tempolimit darauf reagieren. 

Weitere Erkenntnisse sollen durch Taucher gewonnen werden. Erste Sanierungsarbeiten sollen noch in diesem Jahr stattfinden.

Quelle: Täglicher Hafenbericht Nr. 131 vom 11.07.2022 (www.thb.info)

Bundesverkehrsminister sagt Nord-Ostsee-Kanal weiter Unterstützung zu

Bundesverkehrsminister Volker Wissing stattete der Baustelle an der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals einen Besuch ab und wurde dort von dem Präsidenten der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Professor Hans-Heinrich Witte, über die Bedeutung der einzelnen Bauprojekte informiert.

Durch eine Lücke im kommenden Bundeshaushalt für Verkehrsprojekte sei besonders der Ersatzbau der kleinen Schleusen in Kiel in Gefahr. Die Instandhaltung und der Ausbau der Wasserstraßen seien laut Wissing aber ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz sicherte die entsprechende Unterstützung zu.

Quelle: Kieler Nachrichten vom 31.03.2022
Autor: Frank Behling
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Warum die Baumaßnahmen am NOK priorisiert werden sollten

Die Baumaßnahmen zur Erneuerung und Erweiterung des Nord-Ostsee-Kanals stehen immer wieder vor großen Herausforderungen wie z.B. Mehrkosten, die durch älter werdende Infrastrukturen, eine steigende Anzahl von Projekten und Kostensteigerungen verursacht werden.

Zwei Gründe zur Priorisierung der Baumaßnahmen bei Finanzierungsfragen sind die Klimarelevanz und der volkswirtschaftliche Nutzen des Kanals.

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft hat zu diesen zwei Gründen 2021 eine Studie veröffentlicht.
Demnach habe der NOK einerseits mit der Schaffung von 570 Millionen Euro einen großen volkswirtschaftlichem Nutzen pro Jahr für ganz Deutschland und andererseits eine hohe klimapolitische Relevanz wegen der Verringerung des CO2-Ausstoßes.

Mit einer Verzögerung des Ausbaus wäre weder der Schifffahrt, noch der Umwelt, noch dem volkswirtschaftlichen Nutzen und den Steuerzahlern geholfen, denn der NOK kann sein Potenzial nur in einem vollständig betriebsfähigen Zustand komplett entfalten.

Für die notwendige regelmäßige Wartung und Instandhaltung sei es außerdem wichtig, dass ausreichend Fachpersonal im Bereich des Techniker- und Ingenieurwesens am Nord-Ostsee-Kanal eingestellt wird.

Quelle: Sonderbeilage Nr. 4 „Schleswig-Holsteinische Häfen“ des Täglichen Hafenberichts vom 30.03.2022 (www.thb.info)

IT-Totalausfall am Nord-Ostsee-Kanal

Am Sonntag wurde der Betrieb des Nord-Ostsee-Kanals wegen eines IT-Problems für sechs Stunden lahmgelegt. Aufgrund der momentan hohen Treibstoffpreise haben jedoch nur wenige Schiffe kurzfristig vom Kanal abgedreht.

Solche kostenintensiven Ausfälle sorgen für Kritik am Krisenmanagement. Besonders die Lotsen sind der Meinung, dass ein Notfallkonzept für IT-Ausfälle entwickelt werden müsse, und haben sich vermehrt für ein Konvoi-System ausgesprochen.

Der Mangel an Fachpersonal stellt laut der Initiative Kiel-Canal das größte Problem dar.

Quelle: Täglicher Hafenbericht Nr. 57 vom 23.03.2022 (www.thb.info)
Foto: Behling

Ausbau der Oststrecke: Etappenziel erreicht

Trotz erschwerter Bedingungen wegen des Starkregens diesen Sommer erreichten die Arbeiten zum Ausbau der Oststrecke zwischen Groß Nordsee und Königsförde pünktlich zur Weihnachtspause ihr geplantes Etappenziel.

Insgesamt sollen bis 2024 ca. 2,5 Millionen Kubikmeter Baggergut des ersten Bauabschnitts im Trocken- und Nassbaggerverfahren abgetragen und umgelagert werden.

Die Ausbauarbeiten für den zweiten Abschnitt zwischen den Kanalweichen Groß Nordsee und Schwartenbek werden nun ebenfalls für die nächsten Jahre geplant.

Der Ausbau soll Gegenverkehr großer Schiffe ermöglichen, Wartezeiten verringern und somit den Nord-Ostsee-Kanal attraktiver machen.

Quelle: Kieler Nachrichten vom 19.12.2021
Autor: Frank Behling
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THB Sonderbeilage: Schleswig-Holsteinische Häfen

In der Sonderbeilage des Täglichen Hafenberichts zum Thema Schleswig-Holsteinische Häfen vom 24.09.2021 spricht Jens B. Knudsen, Vorsitzender der Initiative Kiel-Canal e.V., über die Bedeutung der Baumaßnahmen am Nord-Ostsee-Kanal.

Er erklärt außerdem, warum auch die Bundesländer davon betroffen sind, wenn der Kanal nicht vollständig leistungsfähig bleibt, und welchen Einfluss dieser auf Wirtschaft und Umwelt hat.

Quelle: Täglicher Hafenbericht – Sonderbeilage Nr. 12 „Schleswig-Holsteinische Häfen “ vom 24.09.2021 (www.thb.info)
Lesen Sie hier den vollständigen Artikel aus dem THB. 24

NOK: Flexible Abgaben statt starrer Tarife

Initiative Kiel-Canal für marktkonformes Abgabenmodell ab 2022 – Reeder weichen sonst auf Kap Skagen aus

Die „Initiative Kiel-Canal“ tritt dafür ein, statt eines starren NOK-Tarifwerkes ein flexibles Regime zu schaffen, das sich an den Bunkerpreisen orientiert. Das Ergebnis wäre, dass die Abgabe schnell an Marktschwankungen angepasst werden könne.

Der vollständige Artikel im „Täglicher Hafenbericht No. 165“ kann hier gelesen werden.

Initiative Kiel-Canal sieht sich in den Aussagen des IfW bestätigt.

Im Zusammenhang mit der Diskussion um die coronabedingte Aussetzung der Befahrungsabgaben für den Nord-Ostsee-Kanal hat die Initiative Kiel-Canal e.V. beim Institut für Weltwirtschaft (IfW) eine Studie in Auftrag gegeben, die den gesamtvolkswirtschaftlichen Nutzen des Nord-Ostsee-Kanals ebenso untersucht wie seinen Beitrag zur Erreichung der gesetzten Klimaschutzziele.  

„Endlich ist wissenschaftlich bestätigt, dass der NOK nicht nur für den Norden wichtig ist, sondern mit der Schaffung von 570 Mio. Euro volkswirtschaftlichem Nutzen pro Jahr eindeutig eine gesamtdeutsche Bedeutung hat.“, betont Jens B. Knudsen, Vorsitzender der Initiative Kiel-Canal.

Die Studie unterstreicht im Ergebnis die hohe volkswirtschaftliche und klimapolitische Relevanz des Nord-Ostsee-Kanals und unterstützt damit das hohe Interesse und die gegenwärtige Bemühung, den Nord-Ostsee-Kanal zukunftsfähig zu gestalten.

Nach Knudsens Aussage müsse nun alles dafür getan werden, den Empfehlungen des IfW  zu folgen. „ Ein flexibles Abgabensystem, welches auf veränderte Treibstoffkosten für Schiffe reagiert, sorgt dafür, dass Reeder den NOK nicht mehr aus Kostengesichtspunkten umfahren müssen“ stellt der Vorsitzende der Initiative Kiel-Canal fest. Jedes Schiff im NOK ist ein Gewinn für alle Beteiligten, da einerseits die Umwelt durch eine  kürzere Seestrecke geschont wird und andererseits der volkswirtschaftliche Nutzen für die Bundesrepublik sichergestellt wird. Auch in Zeiten knapper Mittel muss sichergestellt werden, dass die laufenden und zukünftig geplanten Baumaßnahmen nicht verzögert  werden. Knudsen merkt an, dass schon bereits jetzt die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt nicht mehr ausreichende Mittel zur Verfügung hat, um notwendige anstehende Maßnahmen zu beauftragen.  Mit Sorge blickt Knudsen in die Zukunft, denn die Schifffahrt braucht eine verlässliche Transitzeit ohne Wartezeiten vor den Schleusen oder im Kanal.  „Um den Status quo des NOK sicherzustellen müsste im Bereich der Wartung und Instandhaltung dem WSA Nord-Ostsee-Kanal mehr Personal zur Verfügung gestellt werden. Ohne eine sofortige Aufstockung der Ingenieurs- und Technikerstellen werden sich die Kunden des NOK in Zukunft auf längere Instandhaltungs- und Reparaturmaßnahmen einstellen müssen.“ betont Knudsen.  Nach seiner Ansicht sei es notwendig, dass genau hier die Politik gegensteuert, um so den vom IfW ermittelten Nutzen für die Volkswirtschaft und die Umwelt auch zukünftig zu realisieren. Nach Knudsens Ansicht könne man in der heutigen Zeit und vor dem Hintergrund der nun vorliegenden Ergebnisse kein Argument ernsthaft gegen eine zügige Modernisierung des NOK vertreten. „Deshalb muss geprüft werden, ob der Nord-Ostsee-Kanal nicht auch aus europäischer Sicht eine Infrastrukturmaßnahme ist, die Ländern wie z. B. Dänemark, Schweden und Polen so viel Wohlfahrtseffekte bringt, dass eine europäische Infrastrukturförderung angemessen wäre“ regt Knudsen an.

Studie des IfW herunterladen

Die Initiative Kiel-Canal e.V.
Die Ende 2012 gegründete Initiative Kiel-Canal e.V. bündelt engagierte Stimmen für den Nord-Ostsee-Kanal und macht sich gegenüber Wirtschaft, Politik und Behörden für den Funktionserhalt und die Zukunftsfähigkeit des Kanals stark. Zu den Mitgliedern gehören neben zahlreichen Unternehmen auch mehrere Handelskammern, Körperschaften des öffentlichen Rechts, Institutionen, Verbände, Vereine sowie Gebietskörperschaften.

Ansprechpartner für weitere Fragen:
Jens B. Knudsen
Vorsitzender Initiative Kiel-Canal e.V.
0431-9810
j.knudsen@sartori-berger.de

Volkswirtschaftlicher Nutzen des Nord-Ostsee-Kanals

Studie im Auftrag der Initiative Kiel-Canal e.V.
Erstellt vom Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel)

Lesen Sie hier das Gutachten des IfW.

NOK: Volkswirtschaftlicher Nutzen von 570 Millionen Euro pro Jahr

Eine Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) zeigt, dass der Nord-Ostsee-Kanal Deutschland jährlich 570 Millionen Euro einbringt. 

In diesem Ergebnis sind nicht nur direkte Einnahmen, sondern auch indirekte Effekte berücksichtigt.
Der Nutzen für ganz Europa beträgt laut Studie jährlich eine Milliarde Euro.

Der Nord-Ostsee-Kanal sorge beispielsweise dafür, dass ein deutscher Hafen mit höherer Wahrscheinlichkeit angefahren wird als ein belgischer oder niederländischer Hafen.

IfW-Präsident Gabriel Felbermayr fordert, dass der Kanal laufend modernisiert und ausgebaut wird.
Auch die Befahrungsabgabe solle in Zukunft flexibel an die schwankenden Treibstoffpreise angepasst werden, um zu verhindern, dass Reeder den Umweg über Skagen wählen, und damit die Wettbewerbsfähigkeit des NOK zu sichern.

Der Anteil des Kanals am Klimaschutz sei ebenfalls sehr hoch, da die Passagen jährlich rund 783.000 Tonnen CO2-Äquvalente einsparen.

Studie des IfW herunterladen

Quelle: Kieler Nachrichten vom 09.06.2021
Autor: Ulrich Metschies
Lesen Sie hier den gesamten KN-Artikel.

Baurecht für neue Schleuse in Kiel-Holtenau

Nachdem die Behörden den Ersatzneubau der kleinen Schleuse in Kiel-Holtenau ca. 20 Monate lang geprüft haben, wurde dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt nun das Baurecht erteilt.

Bereits seit 2014 ist die marode Schleuse wegen vieler Schäden nicht mehr in Betrieb. Um sie zu stabilisieren, wurde sie in der Zwischenzeit mit Sand verfüllt.

Erst nach dem Ersatzneubau der kleinen Schleuse in Kiel, der für die Leistungsfähigkeit des Nord-Ostsee-Kanals sehr wichtig ist, kann mit der notwendigen Instandsetzung der großen Schleuse dort begonnen werden.

Klaus-Hinrich Vater, Präsident der IHK zu Kiel, fordert eine schnelle Umsetzung der Baumaßnahmen. Die Funktionalität der kleinen Schleuse sei von großer Relevanz, da diese den Ausfall einer großen Schleuse kompensieren könne. Aktuell führe jeder Ausfall einer Schleuse zu Staus und damit zu zusätzlichen Kosten für die Reeder.

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung betont, dass der Ersatzneubau der kleinen Schleuse die Zukunftsfähigkeit des Kanals sichere.

Nach derzeitigen Kalkulationen soll der Neubau rund 400 Millionen Euro kosten und bis zum Ende des Jahrzehnts abgeschlossen sein.

Quelle: Kieler Nachrichten vom 21.05.2021
Autor: Ulrich Metschies
Hier gelangen Sie zum Artikel.

Die Zukunft des Nord-Ostsee-Kanals

Der Nord-Ostsee-Kanal hat eine hohe wirtschaftliche Bedeutung und sorgt für Zeit- und Treibstoffersparnisse.

Jedoch stehen in der letzten Zeit oft nur negative Aspekte im Vordergrund: Der Ausbau, der nur langsam vorangeht, rückläufige Verkehrszahlen, veraltete Schleusen und Havarien.

Neben den Havarien stellen die seit 2013 vermehrt auftretenden Sperrzeiten von Schleusen das größte Problem dar.

Auch die wirtschaftlichen Einbrüche durch Corona sorgten für sinkende Verkehrszahlen.

Steigende Treibstoffpreise und die Aussetzung die Befahrungsabgabe im Jahr 2020 sorgten jedoch wieder für eine wachsende Attraktivität des Kanals.

Jens Broder Knudsen sagt, dass der Nord-Ostsee-Kanal, ersten vorsichtigen Schätzungen zufolge, allein Deutschland ca. 300 Millionen Euro pro Jahr einbringt.
In dieser Schätzung sind auch die Einflüsse des Kanals auf den Rendsburger Raum, Hamburg, Bremen und Wilhelmshaven berücksichtigt.

Lesen Sie auch das Interview mit Vincent Stamer, dem Handelsexperten am Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), zum Thema.

Quelle: Kieler Nachrichten vom 28.03.2021
Autor: Frank Behling

Interview mit Vincent Stamer

Vincent Stamer, Handelsexperte am Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), hat sich zur Zukunft des Nord-Ostsee-Kanals geäußert.

Stamer erklärt, dass der Kanal auch in den kommenden Jahrzehnten gebraucht werden wird, dafür aber dessen Wettbewerbsfähigkeit gesichert und verbessert werden müsse.

Er betont, dass der Kanal auch in den kommenden Jahren ein wichtiges Infrastrukturelement Nordeuropas bleiben werde, wenn die Modernisierung der Oststrecke abgeschlossen sei und auch die Probleme mit den Schleusen gelöst würden.

Lesen Sie hier das vollständige Interview mit Vincent Stamer bei KN Online.

Quelle: Kieler Nachrichten vom 28.03.2021
Autor: Ulrich Metschies

Das neue Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nord-Ostsee-Kanal

Ab jetzt ist das neue Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg für den Kanal zuständig.

Bisher waren die Ämter in Brunsbüttel und Kiel für den Nord-Ostsee-Kanal verantwortlich.

Diese Verwaltungsstruktur gab es bereits bei der Eröffnung am 1. Juli 1895 mit dem Kaiserlichen Kanalamt in Kiel, bis schließlich nach einigen Änderungen die Aufteilung auf zwei Ämter im Jahr 1980 vollzogen wurde.

Die Zusammenführung der beiden Ämter soll für mehr Effizienz und Transparenz sorgen. Außerdem hofft man, dass durch die neuen Strukturen Havarien besser zu handhaben sind.

Jedoch weist Jens Broder Knudsen, Vorsitzender der Initiative, darauf hin, dass auch mehr Personal für die Instandhaltung nötig sei.

Hier gelangen Sie zum Online-Artikel aus den Kieler Nachrichten. 
Quelle: Kieler Nachrichten vom 18.03.2021
Autor: Frank Behling