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Die Zukunft des Nord-Ostsee-Kanals

Der Nord-Ostsee-Kanal hat eine hohe wirtschaftliche Bedeutung und sorgt für Zeit- und Treibstoffersparnisse.

Jedoch stehen in der letzten Zeit oft nur negative Aspekte im Vordergrund: Der Ausbau, der nur langsam vorangeht, rückläufige Verkehrszahlen, veraltete Schleusen und Havarien.

Neben den Havarien stellen die seit 2013 vermehrt auftretenden Sperrzeiten von Schleusen das größte Problem dar.

Interview mit Vincent Stamer

Vincent Stamer, Handelsexperte am Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), hat sich zur Zukunft des Nord-Ostsee-Kanals geäußert.

Stamer erklärt, dass der Kanal auch in den kommenden Jahrzehnten gebraucht werden wird, dafür aber dessen Wettbewerbsfähigkeit gesichert und verbessert werden müsse.

Er betont, dass der Kanal auch in den kommenden Jahren ein wichtiges Infrastrukturelement Nordeuropas bleiben werde,

Das neue Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nord-Ostsee-Kanal

Ab jetzt ist das neue Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg für den Kanal zuständig.

Bisher waren die Ämter in Brunsbüttel und Kiel für den Nord-Ostsee-Kanal verantwortlich.

Diese Verwaltungsstruktur gab es bereits bei der Eröffnung am 1. Juli 1895 mit dem Kaiserlichen Kanalamt in Kiel, bis schließlich nach einigen Änderungen die Aufteilung auf zwei Ämter im Jahr 1980 vollzogen wurde.

Die Befahrungsabgaben für den Nord-Ostsee-Kanal werden bis Ende 2021 ausgesetzt

„Mit der Verlängerung der Aussetzung der Befahrungsabgaben bis zum 31. Dezember 2021 ist ein wichtiger Schritt getan, um die Wettbewerbsfähigkeit des Nord-Ostsee-Kanals im kommenden Jahr zu sichern“, sagte der Vorsitzende der Initiative Kiel Canal Jens B. Knudsen.

Zu Beginn des zweiten Quartals 2020 verzeichnete der Nord-Ostsee-Kanal infolge der Corona-Pandemie einen Rückgang der Verkehrszahlen um bis zu 40%.

Aussetzung der Befahrungsabgaben: Verbesserung der Zahlen

Seitdem die Aussetzung der Befahrungsabgaben im Sommer beschlossen wurde, ist eine stetige Zunahme der Schiffspassagen am Nord-Ostsee-Kanal zu verzeichnen.

Mit Beginn des zweiten Quartals sind die Passagen um etwa 40 Prozent zurückgegangen. Dies habe es so bisher noch nicht gegeben, betont Jens B. Knudsen, Vorsitzender der Initiative.

Jetzt wurde über die Verlängerung dieser Außerkraftsetzung bis zum 31.12.2021 entschieden.