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Die Befahrungsabgaben für den Nord-Ostsee-Kanal werden bis Ende 2021 ausgesetzt

„Mit der Verlängerung der Aussetzung der Befahrungsabgaben bis zum 31. Dezember 2021 ist ein wichtiger Schritt getan, um die Wettbewerbsfähigkeit des Nord-Ostsee-Kanals im kommenden Jahr zu sichern“, sagte der Vorsitzende der Initiative Kiel Canal Jens B. Knudsen.

Zu Beginn des zweiten Quartals 2020 verzeichnete der Nord-Ostsee-Kanal infolge der Corona-Pandemie einen Rückgang der Verkehrszahlen um bis zu 40%.

Aussetzung der Befahrungsabgaben: Verbesserung der Zahlen

Seitdem die Aussetzung der Befahrungsabgaben im Sommer beschlossen wurde, ist eine stetige Zunahme der Schiffspassagen am Nord-Ostsee-Kanal zu verzeichnen.

Mit Beginn des zweiten Quartals sind die Passagen um etwa 40 Prozent zurückgegangen. Dies habe es so bisher noch nicht gegeben, betont Jens B. Knudsen, Vorsitzender der Initiative.

Jetzt wurde über die Verlängerung dieser Außerkraftsetzung bis zum 31.12.2021 entschieden.

Baumaßnahmen werden teuer – Bundesregierung setzt sich ein

Aktuell sind insgesamt 2,6 Milliarden Euro für die Baumaßnahmen am Nord-Ostsee-Kanal vom Bund bereitgestellt.
Die Bauprojekte dauern jedoch teilweise deutlich länger und werden teurer. So steigen die Kosten für den Ausbau der Oststrecke von 265 auf ca. 500 Millionen Euro und die Kosten für den Neubau der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel von 485 Millionen sogar auf 1,2 Milliarden Euro.

Zweiter Maritimer Parlamentarischer Abend der IHK Schleswig-Holstein

Beim zweiten Maritimen Parlamentarischen Abend der IHK Schleswig-Holstein setzte man sich für die Sicherung der Leistungsfähigkeit des Nord-Ostsee-Kanals ein.
Trotz des Rückgangs der Durchfahrten bleibe der Kanal für die Nordseehäfen und für ganz Norddeutschland äußerst wichtig. Denn nicht nur die Häfen, sondern auch Werften, Zulieferer und Handwerksbetriebe würden profitieren,

Ausbau der Oststrecke schreitet gut voran

Knapp 500 Millionen Euro werden in den Ausbau der Oststrecke zwischen Großkönigsförde und Schinkel investiert.
Der Nord-Ostsee-Kanal soll dort von 44 auf 70 Meter erweitert werden, damit auch bei größeren Schiffen Gegenverkehr möglich ist.
Für den Ausbau dieses ersten Abschnitts sollen 2,5 Millionen Kubikmeter Erde umgesetzt werden.

Bis 2024 sollen die Arbeiten dort abgeschlossen sein.